Man hört aus spirituellen Zirkeln immer wieder: Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse. Das ist Unsinn – und die stereotype Wiederholung der esoterischen Klientel zeigt zweierlei:
- daß sie etwas nicht verstanden hat und
- daß sie etwas verbirgt (also nicht verstehen will).
Es ist sehr einfach: Ein normales menschliches Bewußtsein ist nicht in der Lage, zu erkennen, ob etwas gut oder böse (richtig oder falsch) ist. Woran das liegt, ist in diesem Blog und an vielen anderen Stellen hinreichend erklärt.
Es gibt aber sehr wohl ein erreichbares Bewußtseinsniveau, das das Normalmenschliche hinter sich läßt sowie auch die esoterischen Nebel übersteigt, das Teilhabe hat an der Wahrheit und so auch am wahren Urteil.
Hier gilt: Gut ist, was richtig ist. Und richtig ist das, dessen Richtung und Ausprägung Gott bestimmt hat. Böse, schlecht und falsch ist das, dessen Richtung und Ausprägung von den Widersacherkräften kommen.
Ich nehme gleich ein aufrüttelndes Beispiel: Kindesmißbrauch. Normale und Esoteriker werden aufschreien, wenn ich das sage: Aber es ist denkbar, daß begangener Kindesmißbrauch richtig ist und nicht böse.
Wie können wir diese erschütternde Behauptung vernünftig auflösen?
Das geht so: Wenn jemand sich eines großen Vergehens schuldig gemacht hat – und das göttliches Prinzip im Rahmen des Gesetzes von Ursache und Wirkung (Karma) eine Sanktion für dieses Fehlverhalten vorsieht, dann ist denkbar, daß diese Sanktion ein als Opfer erlebter Kindesmißbrauch ist.
Im Rahmen des “Ihr erntet, was ihr sät”, wird demjenigen, der in der Vergangenheit selbst als Täter einen Kindesmißbrauch begangen hat, gerade dieses Leid mit höherer Wahrscheinlichkeit zugefügt.
Damit sind wir auch beim falschen, schlechten und bösen Kindesmißbrauch. Es geht hier um den Ersttäter: Diesen, wie es die Esoteriker gelegentlich tun, als einen Dienstleister für das Opfer darzustellen, der es mißbraucht, damit es lernen kann, wie Leid und Schmerzen entstehen, ist eine teuflische Verzerrung der Realität.
Tatsächlich ist dieser erste Kindesmißbrauch ein satanisches Werk, das zurückgeht bis in die Ebene des satanischen Engelsmißbrauch – und das dazu dient, Engels- und Meschenseelen zu fragmentieren und zu traumatisieren, damit sie manipuliert und für falsche Ziele benutzt werden können.
Das ist das echt Böse: Die Zerstörung der Integrität der Seelen, so daß sie von den Kräften der Dunkelheit “in Worten, Werken und Gedanken” in Richtungen getrieben werden können, in die sie als freie Geschöpfe Gottes niemals gehen würden.
Also merken wir uns: Es gibt Gut und es gibt Böse. Gut ist das, was konform ist mit Gottes Willen und Böse ist, was ihm entgegensteht. Gut und Böse können daher nicht an Verhaltensweisen festgemacht werden, sondern an Motiven, an den Ursachen. Also:
Urteilen Sie nicht wie normale Menschen, denn die kennen das göttliche Gesetz nicht und nicht wie Esoteriker, denn die kennen den Teufel nicht, sondern lernen Sie, Ihr Bewußtsein so weit zu entwickeln, daß es Teilhabe hat am göttlichen Urteil, und dann urteilen Sie so, wie Sie urteilen. Sie machen damit nichts falsch.