Ich möchte im folgenden kurz und dennoch überzeugend einen wichtigen Unterschied aufzeigen, dem sich die Psychiatrie schon lange zu stellen hat. Es geht um PTBS vs. spirituelle Krise. Es ist erschreckend: Für die Diagnose sind viele Psychiater nicht hinreichend qualifiziert. Es gilt dieses Wissensdefizit schnell zu schliessen, denn es widerspricht dem Berufseid des Arztes. Einen von den Überforderten werde ich beim Namen nennen.
Dissoziative posttraumatische Belastungsstörung: Die Psychologie definiert ein Trauma als plötzlich auftretende seelische Belastung, die nicht (richtig) bearbeitet werden kann/konnte. Dadurch verliert die traumatisierte Person ihre Anpassungsfähigkeit und ihre Kontinuität.
Die Psychiatrie nennt als eine der Folgen der Traumatisierung eine dissoziative Störung. Diese kann zu einem neuen und anderen Wahrnehmungs- und Beurteilungssystem führen. Weicht dieses von den Anschauungen der Umgebung ab, wird es als falsch und krankhaft eingestuft. Dieser Mensch hat in den Augen der Psychiater eine dissoziative Form einer PTBS.
Spirituelle Krise: Eine spirituelle Krise kann auftreten, wenn ein Mensch eine spirituelle Erfahrung macht. Wird diese Öffnungserfahrung nicht verdrängt, verlangt sie von diesem Menschen den Umbau von einer ‘Person ohne Gotteserfahrung‘ in ein ‘Selbst mit Gotteserfahrung‘.
Dies macht eine völlige Überwindung aller alter Fehlannahmen nötig und das Erarbeiten eines völlig neues Realitätsverständnisses. Der Theologe Rudolf Otto hat mit zwei Termini die seelischen Reaktionen auf die Gotteserfahrung auf den Punkt gebracht: Er beschreibt das Spannungsfeld von Mysterium tremendum und Mysterium fascinosum. Er macht damit deutlich, daß eine tiefe spirituelle Erfahrung ein Geheimnis offenlegt, „das Furcht und Zittern auslöst“, aber auch „anziehend und fesselnd“ ist.
Kommen wir also zum wesentlichen Unterschied zwischen diesen beiden Diagnosen. Es geht darum, genau diese Differenzierung zu leisten. Der Psychiater, der dazu nicht in der Lage ist, macht sich schuldig.
Kausalität bei der diss. PTBS:
Jemand erlebt eine Krise, hält die durch sie ausgelösten Belastungen nicht aus und baut deshalb ein falsches Realitätssystem auf.
Kausalität bei der spirituellen Krise:
Jemand macht eine echte spirituelle Erfahrung, die von ihm verlangt, ein neues Realitätssystem aufzubauen. Diese Veränderungsleistung bringt ihn in eine Krise.
Ich warne alle Ratsuchenden ganz ausdrücklich vor Herrn Dr. Paul Otto Schmidt-Michel aus Ravensburg. Er ist bei dieser Fragestellung offensichtlich überfordert. Sein Latein ist schon weit vor Begriffen wie Mysterium tremendum und Mysterium fascinosum am Ende. Er kennt keine spirituellen Krisen. Dieser Schulmediziner kennt nur PTBS. Zu mehr reicht es bei ihm nicht.