Der Begriff Schizophrenie kommt aus dem Altgriechischen σχίζειν schizein „abspalten“ und φÏήν phrÄ“n „Zwerchfell, Seele“. Die alten Diagnostiker sprachen vom Spaltungsirresein: Ein abgespaltener Teil der Seele wird als Ursache von Irrtum und Krankheit gesehen.
Psychiatrisch wird der Begriff verwendet bei bestimmten Formen von psychischen Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affekte.
Doch ich möchte hier viel weiter gehen und die Erkrankung nicht als ein individuelles Geschehen betrachten, sondern ein kollektives:
Die ganze Erde leidet an Schizophrenie.
Denn: Die geistige Welt ist von der materiellen abgespalten.
(Ich sage sicherheitshalber gleich: Das heißt nicht, daß psychiatrisch diagnostizierte Schizophrene nicht krank sind. Sie sind es meist. Sogar sehr krank, dazu später* mehr.)
Zunächst zurück zur Ausssage: Die ganze Erde leidet an Schizophrenie.
Da wird Bewußtsein als Funktion der Materie gesehen. Da werden seelische Regungen als materielles Epiphänomen beschrieben u.s.f.
Meist wird in den Wissenschaften die Welt als horizontaler Entfaltungsprozess aus einem Urknall heraus gesehen: In eine bestehende Linear-Zeit werden Raum und Materie hineingesprengt und innerhalb einer vorgegebenen Zeitspur entwickelt. Bewußtsein und Seele haben sich in der Folge als Strukturierungen der Materie herausgebildet.
Die umgekehrte Sicht, wonach ein höheres, nicht an Materie gebundenes Bewußtsein die Welt erschaffen hat, ist den Wissenschaften in der Regel fremd. Daß dieses Bewußtsein auch in der Lage sein kann, Raum, Zeit und Materie über einen hier nicht weiter ausgeführten höherdimensionalen Verschränkungsprozess zu „projizieren“ ist ihnen weitgehend unbekannt und begrifflich nicht zu fassen.
Wir finden zwar ein Vorverständnis dieser Sicht in den Konfessionen. Doch dieses erzeugt ein doppeltes Problem: Konfessionen sind in der Regel von un(ter)qualifizierten Menschen verwaltet. Dadurch wird Religion fehlverstanden und falsch vermittelt.
Das zweite ist das größere Problem: Um den Claim zu sichern, schüttet der Klerus den Wall noch höher auf: „Die geistige Welt ist unsere.“ Religion und Wissenschaft werden so noch weiter voneinander abgespalten, die schizophrene Erkrankung verschlimmert sich.
Wir können für die Anwendung des Begriffes Schizophrenie auf das Kollektiv strukturierend folgende Dreiteilung einführen:
1. vollständige Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt.
Wir reden dann von Schulwissenschaft (und Schulreligion).
2. teilweise Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt.
Hier reden wir von Esoterik, Schamanismus usf.
Dieses Stadium entspricht inetwa der individuell korrekt psychatrisch diagnostizierten Schizophrenie*: Es kommt ein Kontakt zur geistigen Welt zustande, dieser wird jedoch nicht richtig verstanden und daher kognitiv sowie emotional fehlverarbeitet und falsch in ein bestehendes Begriffssystem eingearbeitet bzw. es kommt zum Aufbau eines neuen, aber falsches Begriffssystems.
3. Aufhebung der Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt.
Jetzt sprechen wir von ‘Erleuchtung’, ‘Weisheit’, von ‘Wahrer Wissenschaft’, von ‘Heiliger Wissenschaft’ usf. Wer die Spaltung erkannt hat, kann daran arbeiten, sie anderen bewußt zu machen und schließlich aufzulösen.
Ganz wesentlich im Sinne einer erfolgreichen kollektiven Therapie wird sein, die geistigen Auswirkungen materieller Technologie zu erkennen und pathologische Effekte nicht nur bald zu verringern, sondern sofort abzustellen.
Ein Schritt in diese Richtung ist der kleine Film: http://wie-mobilfunk-krank-macht.eu
Bitte sehen Sie sich diesen Film an, nachdem Sie diesen Beitrag zu Ende gelesen haben. Denn ich möchte noch etwas anderes sehr wichtiges sagen. Etwas zu psychologischer Abwehr und Projektion.
Wahrnehmung setzt sich immer aus der Wahrheit und etwas der Wahrheit aufgesetzten zusammen. Für die nachfolgende Überlegung können wir sagen: Wahrnehmung ist ein Teil Wahrheit und ein Teil Projektion.
Der unter 1 einzuordnene ‘Schulwissenschaftler’ wird jede seelische Reaktion, die auf einen Kontakt mit der geistigen Welt zurückgeht, als ‘nur Glaube’ oder, besonders wenn sie sehr gründlich ist, als pathologisch einstufen: Er spaltet die geistige Welt ab. Diese Spaltung wird er in seine Diagnose projizieren.
Der unter 2 einzuordnende ‘Esoteriker bzw. Schamane‘ wird seelische Reaktionen auf geistige Erfahrungen von anderen je nachdem, ob er ihre Auswirkungen auf seine eigenes Leben verträgt oder nicht
- im einen Fall als vorbildlich
- im anderen als pathologisch einstufen.
Die Grenze, die zwischen beiden Urteilen verläuft, ist seine eigene Angst.
Es wird deutlich: Die Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt ist sehr tief. Unsere kollektive Psychose hat eine nach menschlichem Ermessen sehr schlechte Prognose. Doch die Sorge eines menschlichen Maßstabes schwindet angesichts der Wirklichkeit Gottes.