Archiv für den Monat: Juli 2008

Haß, Neid, Mißgunst und Hermetik

Haß, Neid, Mißgunst. Dieser Trias der Finsternis begegnet der sich auf Vollendung zubewegende Mensch immer wieder:
- dem Haß auf ihn, weil er seine weitgehend Aufgabe erfüllt hat und das Gegenüber nicht
- dem Neid auf ihn, weil er seine Aufgabe …
- der Mißgunst, weil…

Je nach Persönlichkeit werden alle oder einzelne der drei dunklen Reaktionen gezeigt. Von einfacheren Menschen werden sie offen ausgelebt, von differenzierteren subtil.

Das Kontinuum reicht also etwa von körperlicher Gewalt, über Anbrüllen, offener oder latenter Feindseeligkeit, Nachrede bis zum Königsspiel der Perfidie: Ignorieren, Besserwissen, Belehren oder Ratgeben trotz geringer entwickelter Seele.

Der plumpe PlanetWilhelm Reich hat dieses Phänomen emotionale Pest genannt. Das macht vieles deutlich und hilft diese Fehlentwicklung einzuordnen und aufzudecken.

Gerade das Bewußtmachen ist herausfordernd; schließlich werden negative Empfindungen und negative Persönlichkeitsmerkmale in der Regel verdrängt.

Für den hermetisch Interessierten: Die Trias der Finsternis ist sozusagen Schöpfungs-Bias. Sie ist das psychologische Korrelat für Planeten, die einen Mond haben und sich nicht um eine senkrechte Achse drehen.

Damit wäre sie prinzipiell kollektiv. Doch sie ist es nicht. Die Hermetik sagt nämlich auch: Es gibt Menschen, die innerhalb eines astrologisch/planetaren Einflusses stehen und es gibt Menschen, die davon frei sind, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben…

Das Ende der Zeit

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der Zeit und dem Ende der Zeit. Er wird klären, was es bedeutet, wenn wir sagen: „Das Ende der Zeit ist nicht das Ende der Tage.“

Wir können zwischen zwei Arten von Zeitbewußtsein unterscheiden:

1. ein in der Zeit gefangenes Bewußtsein

2. ein aus der Zeit befreites Bewußtsein

Die erste Form von Bewußtsein sieht Zeit als etwas Gegebenes an, als etwas, dem nicht zu entrinnen ist.

Zum prinzipiellen Verständnis dieser ersten Form von Zeitbewußtsein seien akzentuierend zwei unterschiedliche Typen Mensch gegenübergestellt, die beide in der Zeit gefangen sind:

Der Atheist: Er sieht seine Lebensspanne auf den Zeitraum von Zeugung/Geburt bis zum Tod begrenzt. Er sieht vorher nichts und nachher nichts.

Je nach persönlicher Prädisposition wird er einen durch Aktivität oder Passivität bestimmten Lebensverlauf haben. Seine Beweggründe finden sich in der diesseitigen Welt, im Hier und Jetzt.

Der Gläubige: Er hat ein in der Regel vages Verständnis von der Ewigkeit (er sieht sie als unendliche Menge Zeit an) und sieht sein irdisches Leben etwa als Qualifikation für das Leben nach dem Tod.

Für das ‘Vorher’ des Gläubigen gibt es Konfessionsunterschiede, wir erkennen ‘Wiedergeburts-’ und ‘Man lebt nur einmal-’Varianten. Das ‘Nachher’ ist das, was sein Leben bestimmt, seine Beweggründe liegen in der jenseitigen Welt, in einem Woanders und Später.

Beide sind in der Zeit gefangen, der eine muß, eine depressive Verarbeitung ausgenommen, jetzt erledigen, was zu erledigen ist und der andere muß geduldig warten, bis er dort ist, wo er hinwill.

Die zweite Form ist frei: Dieses Bewußtsein sieht Zeit als Erscheinungsform des kosmischen Entfaltungsprozesses. Es erkennt die Zeit und ihre Gestaltung durch die Wahrnehmung des lebenden Menschen. Grundsätzlich kann es drei Unterscheidungen sehen:

- es gibt scheinbare Endlichkeit – mit Anfang und Ende

- es gibt scheinbare Ewigkeit – ohne Ende und mit bzw. ohne Anfang

- es gibt die echte Ewigkeit – das ist Nichtzeit

In dieser Nichtzeit kann tatsächlich jede beliebige Menge Zeit durch die Interaktion von wahrnehmendem Bewußtsein und wirklichkeitsschaffendem/-formenden Superbewußtsein erzeugt werden.

Ein Mensch mit der zweiten, freien Form von Zeitbewußtsein kann also in unserer ganz normalen Welt leben, in der jeder Tag 24 Stunden hat und „simultan“ in einer Welt, in der es keine Zeit gibt.

Die erste (Linearzeit) umgreift wesentlich seine körperliche, die zweite (Nichtzeit) seine geistige Erlebens- und Verhaltenswelt. Für ihn gilt: Das Ende der Zeit ist nicht das Ende der Tage.

Das Verhältnis vom Unbewußten zum Bewußten – die Wirkung auf andere…

Auf viele tausend Jahre alte Weisheitslehren zurückblickend liefert uns seit gut hundert Jahren die Psychologie das Konzept des Unbewußten: Da gibt es diesen Anteil in unserer Seele, den wir gemeinhin nicht kennen. Dennoch ist er vorhanden und wirkt. Dies soll uns das hier gezeigte Schaubild verdeutlichen.

Bewußtes und Unbewußtes

Ein Mensch hat positiv bewertete Eigenschaften und negative. Diese können ihm prinzipiell bewußt sein oder unbewußt.

Positive Eigenschaften werden leicht bewußt. Negative haben die Tendenz sich im Unbewußten zu verstecken oder darin versteckt zu werden.

Doch dieses Verstecken ist kein Spiel, sondern eine sehr ernste Sache: Die negativen Eigenschaften wirken. Sogar weitaus mehr als sie wirken könnten, wenn sie im Bewußtsein wären. C. G. Jung drückt das etwa so aus: „Wir können unseren Schatten besitzen oder wir sind von ihm besessen.“

Die Wirkung kann unmittelbar in der sichtbaren Welt erfolgen oder auch mittelbar auf einer Ebene, die nicht direkt beobachtet werden kann. Die Begriffe mittelbar und unmittelbar beziehen sich sowohl auf räumliche als auch auf zeitliche Aspekte.

Konkret: Verdrängte innerseelische Aggression kann im Alltag immer wieder zwischenmenschliche Konflikte auslösen, die nicht aus der objektiven Situation herrühren. Für diesen Fall sind Wirkung und Ursache eher leicht zugänglich.

Bewußtes und Unbewußtes tp

Es gibt aber auch Fälle, in denen das Unbewußte einen heimlichen Weg sucht und findet: Die unbewußte negative seelische Kraft des einen wird in das Seelenfeld eines anderen (oder mehrerer anderer) eingespeist und verursacht dort Leiden. (siehe Abbildung.) Wie und auf welchen Kanälen dies geschieht, wurde bereits an anderer Stelle ausreichend erläutert.

Je nach Bewußtheitsgrad wird dieser Mensch oder diese Gruppe entweder erkennen, daß das Schicksal fremdbestimmt ist oder wird es als das eigene ansehen.

Letztere ist die wahrscheinlichere Form, denn zwischen der Ursache und der leidenverursachenden Wirkung gibt es in der Regel eine Wahrnehmungs- und Vorstellungsvermöen übersteigende raum-/zeitliche Distanz.

Auch hier ein Beispiel: Mir erzählte einmal die Schwester eines jungen Mannes, daß vor vielen Jahren ihr Bruder sich mit ihrer „besten Freundin“ habe treffen wollen – auf dem Marktplatz in einer benachbarten Stadt. Bruder und Freundin fühlten sich sehr zueinander hingezogen. Obwohl beide zur vereinbarten Uhrzeit dort waren und der Marktplatz ganz übersichtlich ist, haben sie sich verfehlt.

Zur unbewußten Dynamik in diesem Geschehen zwei grundsätzliche Annahmen: Das Verhältnis von besten Freundinnen ist nicht selten ambivalent. Eine Schwester hat nicht selten eine libidinöse Beziehung zu ihrem Bruder.

Damit sind zwei Kräfte indiziert, die aus dem Unbewußten der Schwester heraus in die Seelenfelder der beiden anderen hineinwirken konnten.

Ein Anklopfen des Unbewußten wurde übrigens deutlich, als die Schwester später im Gespräch fragte: „Kann es eigentlich sein, daß ich nicht wollte, daß die beiden ein Paar werden – und sie sich deshalb verfehlt haben?“

Das Unbewußte hat zwar geklopft, doch sie hat die Türe nicht geöffnet: Sie wollte eigentlich nur hören: „Nein, das kann eigentlich nicht sein.“

Dieses Nichtöffnen gibt es auch im Kollektiven: Wie unbewußt das Unbewußte dort gehalten wird, zeigt sich ganz wesentlich darin, daß es vor uns allen versteckt, daß wir gefallene Schöpfung sind.

Selbst, wenn manche von uns diesen Begriff verwenden, sind Bedeutung und Tragweite (besser: Fallhöhe) meist völlig unverstanden. Solange wir unser Gefallensein vor uns verstecken, ist nicht viel zu erwarten von menschlichem Bewußtsein. Viele esoterische Lehren machen bei diesem Selbst-Betrug mit.

Paulus fährt zum Himmel

Es trohnt ein falscher König
über dem Garten Eden.
Ein Einbilder.
Ein Fälscher der Sinne.
Nur hintersinnig, außerirdisch
wirst du ihn erkennen.

Gib alles auf,
was dich an die Augen bindet.
Gib alles auf,
was dich hier hält.

Dann kann es sein,
daß du ihn siehst
und er verschwindet.

Oder er bleibt
und du gehst auf.

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Schizophrenie im rechten Licht betrachtet

Der Begriff Schizophrenie kommt aus dem Altgriechischen σχίζειν schizein „abspalten“ und φρήν phrēn „Zwerchfell, Seele“. Die alten Diagnostiker sprachen vom Spaltungsirresein: Ein abgespaltener Teil der Seele wird als Ursache von Irrtum und Krankheit gesehen.

Psychiatrisch wird der Begriff verwendet bei bestimmten Formen von psychischen Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affekte.

Doch ich möchte hier viel weiter gehen und die Erkrankung nicht als ein individuelles Geschehen betrachten, sondern ein kollektives:

Die ganze Erde leidet an Schizophrenie.
Denn: Die geistige Welt ist von der materiellen abgespalten.

(Ich sage sicherheitshalber gleich: Das heißt nicht, daß psychiatrisch diagnostizierte Schizophrene nicht krank sind. Sie sind es meist. Sogar sehr krank, dazu später* mehr.)

Zunächst zurück zur Ausssage: Die ganze Erde leidet an Schizophrenie.

Da wird Bewußtsein als Funktion der Materie gesehen. Da werden seelische Regungen als materielles Epiphänomen beschrieben u.s.f.

Meist wird in den Wissenschaften die Welt als horizontaler Entfaltungsprozess aus einem Urknall heraus gesehen: In eine bestehende Linear-Zeit werden Raum und Materie hineingesprengt und innerhalb einer vorgegebenen Zeitspur entwickelt. Bewußtsein und Seele haben sich in der Folge als Strukturierungen der Materie herausgebildet.

Die umgekehrte Sicht, wonach ein höheres, nicht an Materie gebundenes Bewußtsein die Welt erschaffen hat, ist den Wissenschaften in der Regel fremd. Daß dieses Bewußtsein auch in der Lage sein kann, Raum, Zeit und Materie über einen hier nicht weiter ausgeführten höherdimensionalen Verschränkungsprozess zu „projizieren“ ist ihnen weitgehend unbekannt und begrifflich nicht zu fassen.

Wir finden zwar ein Vorverständnis dieser Sicht in den Konfessionen. Doch dieses erzeugt ein doppeltes Problem: Konfessionen sind in der Regel von un(ter)qualifizierten Menschen verwaltet. Dadurch wird Religion fehlverstanden und falsch vermittelt.

Das zweite ist das größere Problem: Um den Claim zu sichern, schüttet der Klerus den Wall noch höher auf: „Die geistige Welt ist unsere.“ Religion und Wissenschaft werden so noch weiter voneinander abgespalten, die schizophrene Erkrankung verschlimmert sich.

Wir können für die Anwendung des Begriffes Schizophrenie auf das Kollektiv strukturierend folgende Dreiteilung einführen:

1. vollständige Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt.
Wir reden dann von Schulwissenschaft (und Schulreligion).

2. teilweise Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt.
Hier reden wir von Esoterik, Schamanismus usf.

Dieses Stadium entspricht inetwa der individuell korrekt psychatrisch diagnostizierten Schizophrenie*: Es kommt ein Kontakt zur geistigen Welt zustande, dieser wird jedoch nicht richtig verstanden und daher kognitiv sowie emotional fehlverarbeitet und falsch in ein bestehendes Begriffssystem eingearbeitet bzw. es kommt zum Aufbau eines neuen, aber falsches Begriffssystems.

3. Aufhebung der Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt.
Jetzt sprechen wir von ‘Erleuchtung’, ‘Weisheit’, von ‘Wahrer Wissenschaft’, von ‘Heiliger Wissenschaft’ usf. Wer die Spaltung erkannt hat, kann daran arbeiten, sie anderen bewußt zu machen und schließlich aufzulösen.

Ganz wesentlich im Sinne einer erfolgreichen kollektiven Therapie wird sein, die geistigen Auswirkungen materieller Technologie zu erkennen und pathologische Effekte nicht nur bald zu verringern, sondern sofort abzustellen.

Ein Schritt in diese Richtung ist der kleine Film: http://wie-mobilfunk-krank-macht.eu

Bitte sehen Sie sich diesen Film an, nachdem Sie diesen Beitrag zu Ende gelesen haben. Denn ich möchte noch etwas anderes sehr wichtiges sagen. Etwas zu psychologischer Abwehr und Projektion.

Wahrnehmung setzt sich immer aus der Wahrheit und etwas der Wahrheit aufgesetzten zusammen. Für die nachfolgende Überlegung können wir sagen: Wahrnehmung ist ein Teil Wahrheit und ein Teil Projektion.

Der unter 1 einzuordnene ‘Schulwissenschaftler’ wird jede seelische Reaktion, die auf einen Kontakt mit der geistigen Welt zurückgeht, als ‘nur Glaube’ oder, besonders wenn sie sehr gründlich ist, als pathologisch einstufen: Er spaltet die geistige Welt ab. Diese Spaltung wird er in seine Diagnose projizieren.

Der unter 2 einzuordnende ‘Esoteriker bzw. Schamane‘ wird seelische Reaktionen auf geistige Erfahrungen von anderen je nachdem, ob er ihre Auswirkungen auf seine eigenes Leben verträgt oder nicht
- im einen Fall als vorbildlich
- im anderen als pathologisch einstufen.
Die Grenze, die zwischen beiden Urteilen verläuft, ist seine eigene Angst.

Es wird deutlich: Die Spaltung zwischen geistiger und materieller Welt ist sehr tief. Unsere kollektive Psychose hat eine nach menschlichem Ermessen sehr schlechte Prognose. Doch die Sorge eines menschlichen Maßstabes schwindet angesichts der Wirklichkeit Gottes.

Es war ein gutes Jahr

Es war ein gutes Jahr
mit dir und deinen Träumen

Auch wenn du nie gesehen hast
wer ich war und
daß ich mich dir gerne gab

Es war ein gutes Jahr
mit dir und deinem Säumen

Auch wenn du nie ganz echt warst
und an allen hohen Tagen
launisch wie die Grubennattern warst

Es war ein gutes Jahr
mit dir und allen deinen Fragen

die Du gestellt hast
wo es wirklich keine Fragen
und keine Nöte gab

Es war ein gutes Jahr
mit allen Deinen Ängsten

Und deinem Flunkern
Deinem Abstand zu den Dingen
und dem, was mölich war

Es war ein wirklich gutes Jahr
Denn ich habe Dich geliebt

Es bleibt ein gutes Jahr
wenn wir jetzt weitergehen
Wir müssen weitergehen
du zu ihm und ich nach Haus

Sonst bricht die Liebe ein
die war

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Karma-Delegation

Du suchst doch nur
daß es nicht wehtut
daß es erträglich ist

Du suchst ein leichtes Leben

Doch das gibt es nicht
Denn es tut weh
und erträglich ist es kaum

Du suchst Entlastung
und du schaffst sie
indem du deine Bürde
einem anderen auferlegst

Der falsche Fuchs
hat Vatertag

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Ich wurde gefragt…

Ein Leser fragte mich in einem eMail zu Jean Gebser, was meine geistige Heimat sei. Eine sehr tiefe Frage. Zunächst war ich versucht, verschiedene Namen zu nennen von großen Denkern, die mich bewegt haben. Oder Namen von Lehren. Doch etwas in mir sträubte sich: Schließlich weiß ich, daß man sich nur zu gerne im Licht der Großen aufhält.

Ich schrieb also:
Ich habe mich mit der Geschichte der Weisheit beschäftigt. Dabei kam heraus, daß alle Weisheitslehren brauchbar sind da, wo sie die Wirklichkeit ordnen

- in die Wahrheit
- und in eine Scheinwelt.

Die Wahrheit ist verborgen und muß erarbeitet werden. Die Scheinwelt begegnet uns überall und lenkt uns ab von dem, was wir sind und was wichtig ist.

Die Beschäftigung mit den Weisheitslehren zeigt: Praktisch alle weisen auf eine Ur-Lehre hin, für die sie aber aus narzißtischen Gründen blind sind. Durch die Lehren hindurch zu blicken und diese Ur-Lehre zu entdecken und für sich verfügbar zu machen, ist das, was trägt.

Ich sagte, das Mail abschließend:
Meine Heimat ist die Lehre hinter der Leere hinter den Lehren hinter der Welt… Ich erreiche sie nicht immer – aber an guten Tagen bin ich zu Hause.

Dann sah ich: Diese Formulierung ist für einen Brief ganz ordentlich, mußte aber gerade deshalb auch feststellen: Hier findet sich immer noch die Eitelkeit der Wortwahl. Ich sollte vielleicht doch Namen der Großen nennen, auf deren Schultern ich durch mein Leben getragen werde: Heraklit, Platon, C.G. Jung, C.S. Lewis, Jean Gebser und viele andere…

Ich wurde gefragt 2…

Vor drei Tagen hatte ich ein Gespräch mit einem nahen Menschen. Er fragte mich, warum ich über den Teufel schreibe. Und dann noch so viel. Das würde die Menschen doch ängstigen.

Ich sagte: „Ich schreibe so viel über den Teufel, weil die anderen so wenig über den Teufel schreiben.“ Das sei sozusagen eine gewichtete Korrektur eines kollektiven Irrtums.

Mit etwas Glück hatte ich Baudelaire* und Christopher McQuarrie (The Usual Suspects, Verbal Kint)** zur Hand:

  • „La plus belle des ruses du diable est de vous persuader qu’il n’existe pas.“*

  • „The greatest trick the Devil ever pulled was convincing the world he didn’t exist.“**

Ich führte aus: Wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen: Wir sind gefallene Schöpfung.
Der Abstand zwischen Gott und uns wird nur schwinden, wenn wir ihn wahrnehmen.

Damit ist diese Botschaft kein Grund, ängstlich zu sein, sondern die diagnostische Grundlage für die nötige Korrektur. Und diese Korrektur ist eine gute Sache.

Der zweite Mond des Jupiter

Wenn ihr Engel nicht dabei ist,
ist sie schlingend fleischig,
beflügelt und im Lichtgewand
wird sie duftend orchideenhaft.

Er sei kein Priester des Melchisedek,
weil dieser Priester
kein Priester Gottes sei.

Sein Meister
verlieh ihm heut das Zeichen,
das er tragen solle
bis in letzte Zeit:
Den geflügelten Delphin.*

Er tauchte ein ins Äthermeer.

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*Im Original heißt es hier:
“Der Schild mit dem geflügelten Delphin.”
Das ist der Wortlaut, mit dem dieser Text niedergeschrieben wurde.
Beim Eintippen lag die Aufzeichnung nicht vor,
und mein Gedächtnis hat “den Schild” leider unterschlagen.

Wirklich schade

Nicht das Wahrnehmbare,
nicht das Wahrgenommene,
nicht das Vorstellbare,
nicht das Vorgestellte
und nicht das vor die Wahrheit gestellte
sind die Wahrheit,
sondern die Wahrheit
ist die Wahrheit.

Wirklich aber sind
das Wahrnehmbare,
das Wahrgenommene,
das Vorstellbare,
das Vorgestellte
und das vor die Wahrheit gestellte.

Wirklich schade.

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010808

Am ersten achten null null acht
kommt sie wieder Tagesnacht
In ihr der falsche Seher
der vor echten Sehern warnt

Gut getarnt im Lichtgewand
zieht er jubelnd’ Menschen an
Sie werden seicht
und folgen ihm

Gut getarnt im fahlen Licht
Wer in entlarvt
wird krank gemacht
und stillgelegt

Den Teufel mit
dem Beelzebub
sagten sie damals
und sie irrten nicht

So sah er es vor ein zwei Tagen
als er die Augen schloß
weil dort
der Himmel offenstand

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Richtig oder falsch

Wir verdanken Lynne Mc Taggart* die Entlarvung eines schlimmen Denk- und Urteilsdefektes:

Sie sagt, die Wissenschaft des Ostens unterscheide zwischen „richtig“ und „falsch“. Die Wissenschaft des Westens habe aber die Mölichkeit zwischen „richtig“, „falsch“ und „religiös“ zu unterscheiden.

Die Dogmatiker der Kirchen stehen öfter vor den Problemen: Etwas wäre wissenschaftlich falsch, aber religiös richtig. Oder umgekehrt: Wissenschaftlich Richtiges wäre religiös falsch. Deshalb werden bestimmte Untersuchungsgegenstände aus der Betrachtung genommen.

Das ist bedenklich: Richtige Religion muß nämlich auch wissenschaftlich richtig sein. Anderes würde bedeuten, daß das eine oder das andere – oder beides nicht stimmen.

Hier können wir vom Osten lernen und müssen es auch: Richtiges ist richtig und Falsches ist falsch. Das gilt vor Gott und vor der Mathematik (woher stammt die denn?).

*Das Nullpunkt-Feld

Die Sache jedes Einzelnen?

Zwischen dem, was jemand über sich denkt und dem, was er/sie ist, gibt es eine Grenze. Diese Grenze heißt Verdrängung, Verleugnung usf. Hinter dieser Grenze kommt das dem Menschen Unbekannte. Dort liegt “sein” Problem, das ihn ängstigt, dessen Kenntisnahme er vermeidet.

Das ist prinzipiell Sache jedes Einzelnen.

Doch unter der Bedingung, daß sich dieses Problem auf andere auswirkt, entsteht das Recht, daß von außen eingewirkt wird, damit diese “Nebenwirkung auf andere” aufhört. Das hat für den Einzelnen auch den Vorteil, daß er etwas über sich erfährt, was wirklich bearbeitet werden sollte.

Es ist einfach Unrecht, wenn der eine das Problem verdrängt und der andere davon eingeschränkt wird – man wirft seinen Müll nicht über den Zaun in Nachbars Garten.

Es ist nicht interessant zu erfahren, was Verdrängung, Verleugnung und andere Abwehrmechanismen Menschen über sich glauben lassen. Interessant ist allein die Wahrheit – und die kommt erst nach der Grenze. Wir müssen also schon drübergehen…

Der böse Onkel – Stand Juli 2008

Ich sah, daß meine Schwester
nur Figur in einem Spiel war
auf 3 Leveln

Auf Level 1, da gab sie Rat
bei Themen, von denen
sie so gut wie nichts verstand

Auf Level 2 war sie ne Hexe
mit Satanspakt,
doch das sah sie anders

Auf Level 3 lebten die Engel
Sie versuchte sie zu fällen
doch keiner fiel auf sie herein

Ich sah auch meinen Vater
Er fing in einem frühren Leben Engel
und hängte sie ans Kreuz

Er tut es diesmal wieder
Doch diesmal warnt die Schädelpolizei
vor ihm mit Steckbrief und TV

Ich sah den Zirkel der Schamanen
Spinoza, Wilber, Gebser
hat keiner aus dem Kreis verstanden

Ihr Denken magisch dumm gelaufen:
Folie à deux, à trois
Folie à plusieurs

Ich habe Raphael und Paulus
im engen Kerker sitzen sehen
Ich habe sie befreit

Sie waren zwei von fünfen
Sie waren zwei der besten
Für sie war höchste Zeit

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Birgitt 1984

Sie sagte,
alle Frauen seien Huren.
Alle, irgendwie.

Und lachte so,
daß man ihr Lachen
im eignen Körper spürte.

Tiefer und verruchter
als das von einer Frau
aus gutem Hause
zu erwarten war.

Das sei halt so,
weil alle Männer
seit dem Sündenfall
mit ihren apfelroten Trieben
die Frauen dazu machten.
Alle, sagte sie.

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Rot und Blau

Ich helf dir nicht
wenn ich dir helfe

Du sagst
Gottes Licht sei blau
Und Lucifers sei rot

Das ist nicht so
mein Freund

Rot und Blau
sind Eigensinn

Ein Farbenspiel
voll falscher Fährten

Gottes Licht ist
weiß

Ist weiß
ist weiß
ist weiß

Diese Kenntnis
hilft Dir weiter

und ich helf Dir
wenn ich Dir nicht helfe

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Mein Vater und mein Bruder, beide blind

Mein kleiner Bruder
ist ein Hosenscheißer
und mein Vater auch.

Nicht in der Welt,
da sind sie mutig
und sind weit gekommen:

Mein Vater fing als Schreiner an
und wurde Prokurist.
Mein Bruder
fing als kleiner Bruder an -
und wurde promovierter Physiker.

Doch beide haben
Angst vorm Teufel.

Dort, wo Gott anfängt,
sieht keiner von den beiden hin.

Dort, wo die Welt
vom Himmel abgetrennt wird,
sind sie hysterisch blind.

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Den ganzen Weg gegangen

Beim zweiten Mal
ist er den ganzen Weg gegangen,
dorthin, wo der Hund begraben liegt.

Wenn Du in triffst, frag nach.
Er sagt Dir gerne, wie man geht.
Er lehrt Dich ganz – nicht nur das erste Stück.

Auf halber Strecke kommt die Wegegabel
an der der alte und der junge Mann
den linken Abzweig wählten.

Und beide haben Euch erzählt, christlich,
heidnisch, das sei der rechte Weg.
Doch beide irrten.

Ihre Karten, aus Ägypten, waren falsch,
denn etwas ist an Sirius
nicht ganz seriös.

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Der Prophet gilt nichts…

im eigenen Land:
Aus diesem Grund habe ich ihn fremdverkörpert…

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Er käme sich…

Er käme sich
narzißtisch vor
wenn Menschen
ihn anbeteten
als Gott
das sagte er
als er bei mir
vorüberging

Nach ihrem eMail
war der Nachmittag
wie eine Leiche
noch stundenlang
So tot ist diese Frau

Ihr Leichengift
nimmt Sonnenlicht
und macht den Mond
ganz krank

Doch wirklich wichtig
ist das nicht
Denn bald wird sie
entfernt wie ein Tumor

Er käme sich
narzißtisch vor
das sagte er
und gut
daß endlich operiert wird
und verschwand

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Du entscheidest

Wenn Du jetzt nicht aufwachst,
aufstehst, gehst und kämpfst,
schenkst Du dem Teufel tausend Jahre.

Tausend Jahre „Jahr des Drachens“
weil Du nichts dagegen machst.
Tausend Jahre für den Teufel.
Milliarden Seelen nur von Dir.

Du sagst, es sei weise,
was Du tust und unterläßt.
Es ist nicht weise,
es ist feige.

Gott versprach den Menschen
Frieden, Liebe, Wahrheit,
auch für tausend Jahre.

Alles,
was er dafür von Dir braucht,
ist Mut.

Das kleines bißchen Mut zum Aufstehn.
Alles weitre regelt Gott.

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